Monowheels - der neue Trend 2018


Stylisch abrocken mit einem futuristischen Unicycle

Monowheel: Mehr als ein Transportmittel

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Requisiten aus einem Science-Fiction-Film: Balance Funsport Geräte sind voll im Trend, und die futuristische Optik der Monowheels begeistert Fans in aller Welt. Auch bei uns ist das Elektroeinrad auf dem Vormarsch. Unter der Bezeichnung Solowheel, Unicycle oder Einrad-Scooter könnt Ihr das schicke Gefährt in Fachgeschäften, spezialisierten Onlineboutiquen und bei Amazon erwerben. Monowheels werden mittels Körperbalance gesteuert und stabilisieren sich selbst. Das Gefühl des sanften Dahingleitens ist dabei einzigartig, das Fahren selbst schnell zu lernen. Aber wie genau funktioniert ein elektrisches Einrad? Und wer hat es erfunden?

Back to the roots: Draisine und Veloziped

Das Rad existiert schon seit etwa 7000 Jahren. Aber erst 1817 wird das erste Zweirad gebaut, nach seinem Erfinder „Draisine“ getauft. Dieses Fahrrad wird noch durch Abstoßen mit den Füßen vorwärtsbewegt, 40 Jahre später werden dann in Frankreich und den USA nahezu gleichzeitig Zweiräder mit Tretkurbelantrieb entwickelt. Die Pedale des sogenannten Velozipeds sitzen an der Vorderachse, folglich wird mit einer Pedalumdrehung eine Strecke zurückgelegt, die dem Umfang des Vorderrads entspricht. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, werden die vorderen Räder in der Folgezeit immer größer, die Hinterräder schrumpfen und werden zum Ende des 19. Jahrhunderts ganz weggelassen. Das erste bekannte Einrad „Flying Yankee Velocipede“ wird 1869 zum Patent angemeldet. Der Fahrer sitzt damals übrigens in der Mitte des Rads – ähnlich wie ein Hamster.

Elektrische Einräder: vom Segway E-Roller zu Ninebot und Co

Als Vorläufer moderner Monowheels gilt der von Segway 2001 lancierte Personal Transporter, ein E-Roller auf zwei Rädern. Die Achse ist gleichzeitig Trittbrett für den Fahrer, und mittels Sensoren kann sich der Segway PT selbst stabilisieren. Diese Autobalancetechnologie inspiriert die Monowheel-Konstrukteure von Ninebot. Auch Hersteller wie Solowheel, AirWheel oder Inmotion fertigen heute gute elektrische Einräder, im höheren Preissegment machen sich Firmen wie Kingsong oder Gotway einen Namen. Aber auch immer mehr Billiganbieter überschwemmen den Markt: In der Amazon Boutique und anderen Onlineshops tummeln sich viele unbekannte Hersteller – zum Teil mit sehr günstigen Angeboten minderwertiger Qualität.

Segway by Ninebot: Aus Konkurrenten werden Partner

Beide Firmen lagen eine Zeit lang im Clinch: Segway warf Ninebot Verletzungen der Patentrechte der Segway E-Roller vor. Aber 2015 werden dann aus Konkurrenten Partner. Ninebot kauft die Firma Segway auf und die Monowheels werden unter dem Namen Ninebot by Segway sehr erfolgreich vermarktet. Das aktuelle Modell ONE S2 ist Sieger sämtlicher Vergleichstests, in Expertenreviews schneidet die Produktlinie Ninebot by Segway hervorragend ab. Mit gebündeltem Knowhow, innovativen Ideen und den über 400 Segway Patenten werden Produkte entwickelt und neue Märkte erschlossen. Im Fokus der Firmenphilosophie steht die Harmonie zwischen Design und Umwelt, ein sensibler Umgang mit den Bedürfnissen unseres Planeten liegt den Monowheel-Machern am Herzen. Das Unternehmen möchte dazu beitragen, eine Ära radikalen Umdenkens einzuläuten, mit nachhaltigen Neuerungen für die gesamte Menschheit.

Funktionsweise moderner E-Räder

Monowheels sind kleine technische Wunderwerke: Sie bestehen aus einem einzelnen Rad im Kunststoffkorpus mit seitlich montierten Fußrasten, auf denen der Fahrer steht. Durch eine durchdachte, fein abgestimmte Elektronik balanciert sich das elektrische Einrad mitsamt Fahrer automatisch aus. Anders als manuelle Einräder verfügen elektrische Monowheels über verbaute Stabilisatoren, die sogenannten Gyroskopsensoren, die jede Gewichtsverlagerung des Fahrers erkennen und darauf reagieren.

Fahrtechnik

Die integrierte Auto-Balancing-Funktion macht das Fahren zum kinderleichten Vergnügen und unterstützt einen sicheren Stand auf dem Einrad. Gelenkt, beschleunigt und gebremst wird durch Verlagerung des Körpergewichts. Leichtes Vorneigen steigert das Fahrttempo, durch Zurücklehnen des Körpers bremst Ihr das Monowheel ab. Für den elektrischen Antrieb befinden sich hinter der Kunststoffabdeckung Elektromotor und Lithium-Ionen-Akku.

Fahreigenschaften

Das Gewicht elektrischer Einräder liegt meist zwischen 10 und 12 Kilogramm. Mit 18 bis 22 km/h seid Ihr mit dem Monowheel auf gerader Fläche fünfmal so schnell unterwegs wie zu Fuß. Auch kleine Hügel sind kein Problem: Gute Monowheels schaffen im Offroadeinsatz 25 bis 30 % Steigung. Die stabilen Einräder lassen sich mit ein bisschen Übung auch auf Waldwegen und Gras gut fahren und sind dabei umweltfreundlich - fast geräuschlos und emissionsfrei.

Reichweite

Die vom Hersteller angegebene Reichweite pro Akkuladung kann je nach Modell zwischen 10 und 65 Kilometer betragen. Die Akkuladekapazität wird in Wattstunden angegeben: je höher der Wert, desto länger die Reichweite. Ein Ladevorgang dauert im Schnitt 3 Stunden. Auch bei Downhillfahrten oder Abbremsen lädt sich der Akku übrigens wieder auf – die Streckenbeschaffenheit gehört genau wie Fahrergewicht und Geschwindigkeit zu Faktoren, die die Reichweite beeinflussen.

Motor

Auch bei elektrischen Einrädern gibt es unterschiedlich starke Motoren. Je höher die Wattzahl, desto höher die Maximalgeschwindigkeit. Die meisten Hersteller verbauen Motoren mit 400 bis 800 Watt, es gibt aber auch starke Monowheelmotoren mit 1500 Watt. Die Geschwindigkeit ist aus Sicherheitsgründen meist auf 30 km/h gedrosselt, die Durchschnittsgeschwindigkeit der E-Einräder liegt zwischen 15 und 20 km/h.

LED-Beleuchtung und interaktive Funktionen über Smartphone App

Monowheels mit seitlicher LED-Beleuchtung sind besser sichtbar und sehen cool aus. Viele Hersteller bieten Apps mit interaktiven Funktionen, mit denen Ihr LED-Farbe und Blinkrhythmus einstellen könnt, wie mit der Ninbebot App des ONE S2. Auch Geschwindigkeit, Ladestand, Kilometerstand und Speedlimit könnt Ihr Euch anzeigen lassen. Ein Diebstahlschutz mit Alarmton sorgt dafür, dass das Gerät nur mit Smartphoneverbindung des Besitzers läuft.

Monowheel: Fahrspaß für alle

Elektroeinräder begeistern besonders Frischluft- und Bewegungsfans. Das kompakte Sportgerät eignet sich für urbanes Terrain wie Asphaltwege und Betonflächen, aber auch für den Offroadeinsatz auf Spazierwegen und in Parks. Ein Monowheel lässt sich überallhin mitnehmen, eignet sich vorzüglich für tägliche Spaziergänge mit dem Hund oder Ausflüge im Urlaub. Übrigens: Je schneller Ihr fahrt, desto sicherer steht Ihr auf Eurem Einrad. Passionierte Fahrer führen sogar Tricks und Stunts mit dem Einrad aus.

Fahren lernen für Newcomer: Fun mit Feinmotorik

Abgesehen vom Spaßfaktor: Mit Monowheelfahren trainiert Ihr Rückenmuskulatur, Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn. Jeder, der ein bisschen sportlich ist, hat den Bogen schnell raus. Infos findet Ihr in Handbuch oder Tutorial Video. Gut ist, wenn Euch anfangs ein Partner unterstützt: Für Anfänger ist der Balanceakt auf einem Rad zunächst ungewohnt. Experten empfehlen fürs erste Mal die Verwendung von Stützrädern. So lernt Ihr gleich die richtige Haltung und könnt testen, wie das Monowheel reagiert. Hilfreich sind auch Haltegurte. Bei richtiger Längeneinstellung sollten sich Eure Hände auf Bauchnabelhöhe befinden.

Tipps für Newcomer:
  • Stützräder benutzen
  • mit Partner oder Geländer zum Festhalten üben
  • Haltegurt verwenden
  • Nicht nach unten schauen

Pimp your Monowheel: Individuelles Coverdesign mit Folien

Mit Dekofolien aus dem Fachhandel könnt Ihr Eurem Monowheel attraktive individuelle Designs verleihen. Einfach Pedale und Außenring demontieren, Seitenfronten mit Fettlöser oder Glasreiniger vorbehandeln und Akku abstöpseln. Die robusten Folien werden auf sogenannten Transferfolien geliefert und lassen sich mithilfe eines Rakels blasenfrei auftragen. Neben dem gestalterischen Potenzial fungieren die Folienfronten gleichzeitig als Kratzschutz.

Kaufkriterien

Welches Monowheelmodell für Euch passt, hängt von Vorlieben und Einsatzgebiet ab. Für kurze Fahrten auf gerader Asphaltstrecke genügt ein gutes Einsteiger-Gerät, für längere Distanzen empfiehlt sich ein Einrad mit längerer Reichweite. Marken wie Ninebot by Segway, Airwheel oder Inmotion beeindrucken mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Modelle von Kingsong und Gotway gehören zu den kostspieligeren Modellen mit starkem Motor. Lasst Euch vor dem Kauf im Fachhandel beraten, studiert Rezensionen bei Amazon und Testbewertungen erfahrener Monowheel-Fahrer.

Budget

Ihr findet Einräder für 300 Euro im Handel – wir raten aber vom Kauf günstiger, oft minderwertig verarbeiteter Chinaroller aus Sicherheitsgründen ab. Gute Markenmodelle für Einsteiger gibt es ab 650 Euro, ein Ninebot One E+ kostet bei Amazon zum Beispiel etwa 750 Euro. Je hochwertiger die technische Ausstattung, desto höher auch der Preis. Hersteller wie Kingsong oder Gotway bieten elektrische Einräder zu Preisen um 1600 Euro.

Rechtliches: Was sagt die Straßenverkehrsordnung

Elektrisch angetriebene Monowheels, die schneller als 6 km/h fahren können, gelten in Deutschland als Kraftfahrzeuge. Ohne Typengenehmigung und Versicherungskennzeichen ist Fahren im Bereich der StVO gesetzlich verboten. Die selbstbalancierenden Monowheels sind aktuell weder vom Gesetzgeber kategorisiert, noch bieten Versicherungen entsprechende Verträge an - und die Zulassungsvorschriften sind konstruktionsbedingt unerfüllbar. Wer mit der Smartphone App das Höchsttempo begrenzt, hat damit leider auch kein As im Ärmel: Die Einstellung gilt als jederzeit reversibel und nicht konstruktionsbedingt. Auch wenn die Polizei oft ein Auge zudrückt: Rechtlich gestattet ist Monowheel Fahren in Deutschland zurzeit nur im nicht öffentlichen Verkehr: freie Natur, private Grundstücke oder Indoorhallen. In der Schweiz sind Solowheels auf öffentlichen Straßen mit Typengenehmigung zugelassen, die beim Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra) einzuholen wäre. Allerdings erhalten nur Elektrogefährte, deren Leistung unter 500 Watt liegt, überhaupt eine solche Genehmigung. In Österreich gilt ein elektrisch angetriebenes Einrad bis 25km/h offiziell als Elektrofahrrad und darf auf Radwegen gefahren werden - wo es keine gibt, ist auch der rechte Fahrstreifen erlaubt.

Pflege und Wartung

Das Monowheel ist ein ausgesprochen pflegeleichtes Sportgerät und benötigt normalerweise nur wenig Wartung. Verschleißteile wie Reifen oder Akku sollten nach 5000 gefahrenen Kilometern bzw. 10.000 Kilometern getauscht werden. Zum Entfernen eventueller Flecken und Verschmutzungen genügen Wasser und/oder Seifenlauge, Kratzer können mit Schleifpapier angeglichen werden.

Fazit

Monowheels gehört die Zukunft: Die leichten flexiblen Fahrzeuge sind mechanisch einfach konstruiert, stabil und wartungsarm, Preis-Leistungs-Verhältnis und Lebensdauer stimmen. Das elektrische Einrad kann überallhin transportiert und auch aufgeladen werden. Mit Monowheels vergrößert Ihr auf umweltschonende, emissionslose Weise Euren Aktionsradius. Ihr seid im Freien unterwegs, trainiert Feinmotorik und Körperhaltung und – was vielleicht das Wichtigste ist – der Funfaktor bei elektrischen Einrädern ist unschlagbar.

Die besten Monowheels 2018

689.00€ *
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city-wheel Airwheel A3 520 Wh Der Komfortable

1599.99€ *
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city-wheel Airwheel S3 ,520Wh